Änderungen zur Sportbootführerscheinverordnung ab dem 01.05.2017


Neue Sportbootführerscheinverordnung kommt spätestens zum 1. Mai 2017

 

Nach „Informationen“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) tritt spätestens zum 1. Mai 2017 die neue Sportbootführerscheinverordnung in Kraft. 

 

Neuer Sportbootführerschein im Scheckkartenformat als Plastikkarte im Format des Kfz-Führerscheins. Auf diesem Führerschein ist vermerkt, wo und wofür er gilt.

Der neue Sportbootführerschein ist auf Deutsch und Englisch im Stil des Internationalen Zertifikats gehalten. Er kann für „Küstengewässer“ und/oder „Binnengewässer“ ausgestellt werden und für „Motorschiffe“ und/oder „Segelschiffe“ gelten. Unter Motorschiffen und Segelschiffen werden alle Wasserfahrzeuge verstanden, die von ihrem Bootsführer für Sport- und Freizeitzwecke eingesetzt werden. Es wird sich also nur der Name, aber sonst nichts ändern.

Der heutige Sportbootführerschein See wird demnächst als Sportbootführerschein für Motorschiffe mit Geltungsbereich Küstengewässer ausgestellt. Der heutige Sportbootführerschein Binnen für die Antriebsarten Motor und Segel wird ein Sportbootführerschein für Motorschiffe und Segelschiffe mit Geltungsbereich Binnengewässer sein. Im Geltungsbereich ist zu erkennen, wo und wofür der neue Schein gilt.

Der neue Sportbootführerschein wird von der Bundesdruckerei hergestellt. Somit dauert die Aushändigung. Daher wird nach bestandener Prüfung nur eine vorläufige Fahrerlaubnis ausgehändigt werden. Alte Sportbootführerscheine können umgeschrieben werden. Dies ist zwar nicht vorgeschrieben, könnte aber wegen des Scheckkartenformats reizvoll sein.

Der Prüfungsstoff bleibt gleich; es wird keine nennenswerten Änderungen geben. Zukünftig können die beiden Teilprüfungen Theorie und Praxis zu verschiedenen Terminen und an verschiedenen Orten abgelegt werden. Zwischen den beiden Teilprüfungen dürfen jedoch nicht mehr als 12 Monate verstreichen.

Prüfungsanmeldungen müssen spätestens eine Woche vor dem gewünschten Prüfungstermin eingereicht werden. 

Die Prüfungen für alle neuen Sportbootführerscheine dürfen zukünftig auch im Ausland abgelegt werden. Zukünftig kann man zum Beispiel im Urlaub im Ausland die praktische Prüfung ablegen und später in Deutschland die Theorie nachholen. Wiederholungsprüfungen wegen „Nichtbestehen“ können schon am nächsten Tag abgelegt werden; nur am selben Tag ist dies nicht gestattet.

Mit Inkraftreten der neuen Verordnung dürfen auf Binnengewässern Schiffe bis 20 Meter Länge gefahren werden. Bisher lag die Grenze bei 15 Meter. Auch alle alten Sportbootführerscheine Binnen gelten dann automatisch für Boote bis 20 Meter Länge. Die alten Scheine müssen nicht umgeschrieben werden. 

Sicher gibt es bis zum 01.05.17 über die Umsetzung noch viel neues zu berichten. Ich bleibe für Euch dran und werde berichten.

 

Ciao, Jörn